Nach den eindrucksvollen Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Fédération Cynologique Internationale hat der FCI-Vorstand nun mit Blick auf die nächsten 100 Jahre seine Arbeit im Dienst der weltweiten Hundefreunde wieder aufgenommen, in einem kameradschaftlichen Ambiente und mit einem Team, das sich im Hinblick auf die Herausforderungen der Zukunft feste Ziele gesteckt hat.

Eine der grossen Herausforderungen, die auf uns wartet und alle Sektionen der FCI (Europa, Amerika und die Karibik, Asien und Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika) betrifft, stellen Gesetze dar, die auf eine Einschränkung der Hundehaltung und die Einstufung vieler aktueller Rassen als gefährliche Rassen abzielen. In allen FCI-Sektionen findet zurzeit eine juristische Auseinandersetzung statt, um die Verabschiedung dieser Gesetze zu verhindern oder die bereits existierenden ausser Kraft zu setzen.

Weiter

Rafael de Santiago
FCI-Vizepräsident
Hundgestütztes Therapieprogramm der Federación Canofila de Puerto Rico (FCPR)

Sie schaute ihm in die Augen und entdeckte dort eine Welt der Liebe und unendlicher Güte. Er erwiderte ihren Blick mit dem Versprechen bedingungsloser Treue. Wer jetzt glaubt, wir sprechen von dem neuesten Liebesfilm, der irrt sich. Diese ergreifende Szene spielte sich vielmehr zwischen einer Frau und einem Hund ab. Zahlreiche Menschen kommen in letzter Zeit in den Genuss der vielen Vorzüge des Hundgestützten Therapieprogramms der Federación Canófila de Puerto Rico (FCPR).

Im Rahmen dieses Programms trifft sich regelmässig eine grosse Gruppe Freiwilliger, die alle einen Hund besitzen, um hunderten von Patienten in Krankenhäusern, Gesundheits- und Therapiezentren auf der ganzen Insel Freude zu bringen und Gesellschaft zu leisten.

© Marie Nevarez, Leiterin des Hundgestützten Therapieprogramms der FCPR
FCPR

Diese Aktivitäten sind so erfolgreich, dass die Federación Canófila, mit der Rückendeckung der Fédération Cynologique Internationale, den Versuch gestartet hat, das Hundgestützte Therapieprogramm in allen Krankenhäusern und Seniorenheimen des Landes zu einer festen Einrichtung zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die FCPR die Leistungen von Therapiehunden allen Stadtverwaltungen des Landes zur Verfügung gestellt.

Auf diese Weise konnte diese Hundgestützte Therapie in verschiedenen Einrichtungen angeboten werden und erzielte einen beispiellosen Erfolg. Rafael de Santiago, Präsident der Federación Canofila de Puerto Rico sagte, dieses Programm sei eine Massnahme, mit der die FCPR ihre soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrnimmt.

Viele profitierten davon!

Einige Senioren sprachen über ihre Eindrücke von einem Besuch der Therapiehunde der Federación Canófila de Puerto Rico.

Ana Sylvia Colón: „Es war fantastisch, sehr schön. Wir hatten zuhause immer Hunde, und mein Mann hat unserem letzten Hund, der an Altersschwäche gestorben ist, sogar ein Grabmal gesetzt. Als die Hunde uns besuchten, freute ich mich sehr und verspürte eine grosse Ruhe.“

Viergenmina Rodríguez: „Ich freue mich, wenn sie da sind. Das mit den Hunden ist eine sehr gute Sache. Ich fühlte mich sehr wohl, denn (zuhause) habe ich vier (Hunde), vom Chihuahua bis zum Labrador. Das wäre sehr gut, wenn sie auch zu kranken Kindern gingen, weil das die Kinder anregt.“

Pascual Rivera Rodríguez: „Ich fand es sehr gut, dass uns etwas geboten wurde, was wir noch nicht kannten. Wenn man (die Hunde) zum ersten Mal sieht, ist (es) sehr beeindruckend. Ich mag Hunde sehr, aber ich habe keinen, und ich war sehr zufrieden. Ich denke, man sollte dieses Programm (auf andere Zentren) ausdehnen.“

Ramonita Morales: „Ich liebe Collies und alle Hunde mit langen Schnauzen. Der Besuch der Hunde hat mir sehr gut gefallen, und natürlich würde ich mich freuen, wenn das widerholt würde.

Myrta Córdoba: „Ich fand das einfach toll. Ich kenne das aus dem Fernsehen und finde es fantastisch. Ich halte es für eine gute Sache, vor allem für Kinder. Ausserdem ist es für ältere Menschen unterhaltsam.“

Miguel Rodríguez: „Das war ausgezeichnet. Alle hier waren sehr zufrieden. Es war ein grosses Fest! Die Hunde kamen zu jedem von uns und begrüssten uns. Ich fühlte mich sicher, weil die Hunde gut abgerichtet waren und aufs Wort gehorchten. Ich finde, das sollte auch (auf andere Einrichtungen) ausgedehnt werden.“

Mehr über die Therapiehunde von Puerto Rico

Miguel Casellas-Gil von der Federación Canófila de Puerto Rico: „Getreu nach dem Sprichwort ‚Der Hund ist der beste Freund des Menschen‘ – haben wir, in Zusammenarbeit mit Purina Pro Plan, alternative Programme mit Therapiehunden entwickelt.

© Marie Nevarez, Leiterin des Hundgestützten Therapieprogramms der FCPR
FCPR

Zu diesen Programmen gehören:

  • Paws for Reading – Ein Lehrplan, bei dem Hunde eingesetzt werden, um Kindern mit Lern- und Leseschwierigkeiten das Lesen zu erleichtern. Da Hunde weder urteilen noch kritisieren, verlieren die Kinder ihre Angst, Fehler zu machen.
  • Seniorenheime – Es finden regelmässige Besuche statt, um älteren Menschen Freude zu bereiten und ihnen liebevoll Gesellschaft zu leisten. Denn viele von ihnen können kein Haustier halten oder haben ihres verloren.
  • Programme für Jugendliche, die die Schule abbrechen – Die Hunde bringen die Schüler auf andere Gedanken und spornen sie an, darüber hinaus bieten sie ihnen emotionale Unterstützung bei den Workshops, die speziell für Schulabbrecher organisiert werden.

Wussten Sie, dass …

Laut dem Portal www.webmd.com haben Haustiere eine beruhigende Wirkung auf uns und helfen, den Blutdruck zu senken. In zahlreichen Studien wurde ebenfalls nachgewiesen, dass der Umgang mit Haustieren unser Immunsystem stärkt.

Ihr Hund könnte ein guter Kandidat sein!

Die Federación Canófila de Puerto Rico (FCPR) führt die Bewertung, Auswahl und Zertifizierung der Hunde durch, die sich als Therapiehunde eignen. Es können Rassehunde und Mischlingshunde angemeldet werden, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen.

Wie werden die Hunde zertifiziert?

Sachverständige zertifizieren die Hunde, die strenge Prüfungen absolvieren müssen, u. a. einen Grundgehorsamskurs, damit die Sicherheit der Patienten gewährleistet ist. Zudem ist jeder Patient durch eine von der FCPR abgeschlossene Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Welche Gesundheitsbereiche profitieren von diesen Leistungen?

Die Motorik verschiedener Körperteile wird verbessert.

Alle verständlichen Kommunikationsformen, wie die Sprache, werden stimuliert – dabei wird der Wortschatz erweitert und die zwischenmenschlichen Kontakte verbessert.

Die kognitiven und pädagogischen Fähigkeiten werden gefördert und tragen zum Erkennen von Konzepten wie Grösse, Farbe, Form, Standort usw. bei. Zudem werden das Kurz- und das Langzeitgedächtnis verbessert.

Das Selbstbewusstsein wird gestärkt und die sozial-affektive Kompetenz gefördert. In der Regel wachsen bei den Patienten der Wunsch und die Bereitschaft, an Gruppenaktivitäten teilzunehmen.

© Marie Nevarez, Leiterin des Hundgestützten Therapieprogramms der FCPR
FCPR

Voraussetzungen für einen Therapiehund der FCPR:

  1. Das Anmeldeformular muss ausgefüllt werden.
  2. Das Tier muss die 11 strengen Prüfungen erfolgreich bestehen.
  3. Der Hund muss mindestens 1 Jahr alt sein.
  4. Wenn der Hundehalter unter 18 ist, muss er die Besuche in Begleitung eines Erwachsenen machen.
  5. Der Hund muss regelmässig geimpft sein, und der Hundehalter muss die entsprechenden Belege vorlegen.
  6. Beibringen einer Bescheinigung eines Tierarztes, dass der Hund keine Krankheiten hat.
  7. Es müssten zwei Fotos des Hundes in der Grösse 2'' x 2'' (5,08 x 5,08 cm) eingereicht werden.
  8. Der Hund muss bei der FCPR eingetragen sein.

Die FCPR behält sich das Recht vor, die Aufnahme zu verweigern.

Bei der Eintragung erhalten Hundehalter und Hund

  • Ausweis mit Foto für den Hund, Registernummer und Adresse (gültig für ein Jahr)
  • Ausweis für den Hundehalter oder Hundeführer (gültig für ein Jahr)
  • Poloshirt mit Logo der FCPR und Logo des Sponsors sowie ein Bandana für den Hund

Adela Dávila Estelritz